Du hast etwas gesehen und erlebt, das dich nicht loslässt. Vielleicht hast du Bilder im Kopf, die du nicht abstellen kannst. Vielleicht funktionierst du nach außen – und spürst selbst, dass innen etwas nicht stimmt. Vielleicht sagst du dir: „Sie hat mehr gelitten. Ich darf das nicht auch noch zur Last machen."
Aber du warst auch dabei. Was du erlebt hast, darf einen Namen haben. ALLES, was du trägst, darf da sein.
„Ich sehe es immer noch vor mir – und ich kann es nicht abstellen."
„Ich war so hilflos. Ich konnte nichts tun. Das lässt mich nicht los."
„Ich dachte, ich verliere sie – oder das Kind. Dieses Gefühl ist nicht weg."
„Ich funktioniere nach außen – aber innen ist etwas nicht mehr in Ordnung."
„Ich spreche nicht darüber, weil ich ihr keine Last sein will."
„Ich fühle mich schuldig – obwohl ich weiß, dass es nicht meine Schuld war."
„Väter werden nach einer schweren Geburt fast nie gefragt, wie es ihnen geht. Das müssen wir ändern."
— Swen Galster, Psychologe
Forschung zeigt: Bis zu 5% der Väter nach Geburten entwickeln PTBS-Symptome. Viele weitere leiden still. Das ist keine Schwäche – das ist eine normale Reaktion auf ein abnormales Erlebnis.
Dein Schmerz mindert ihren nicht. Beides kann gleichzeitig wahr sein. Ein Vater, der sein Erlebnis aufarbeitet, ist ein stärkerer Partner – und ein präsenterer Vater.
Auch Männer können verarbeiten, loslassen und wieder in Verbindung kommen – mit ihrer Partnerin, ihrem Kind und sich selbst. Wir begleiten diesen Weg.
Dein Gesprächspartner
Psychologe · Past-Vizepräsident der ISPPM · Stellv. Vorsitzender der European Association of Birth Psychology
Ich bin selbst Vater von fünf Kindern und Psychologe. Ich kenne den Druck, stark zu sein – und das Schweigen, das viele Männer nach belastenden Geburten mit sich tragen. Manchmal jahrelang. Als Past-Vizepräsident der ISPPM und stellv. Vorsitzender der European Association of Birth Psychology setze ich mich dafür ein, dass auch Männer als Betroffene gesehen werden.
In unserem Gespräch musst du nichts erklären und nichts rechtfertigen. Du darfst einfach erzählen – was auch immer da ist, in welchem Tempo auch immer es kommen möchte.
Podcast
Geburtspsychologie für den Alltag – mit Anabel Galster. Auch für Väter: Folgen über eure Rolle, eure Ängste und eure Stärke.
Schreib Swen. Kein langer Fragebogen. Ein paar Worte reichen.